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Neuigkeiten

  • Im Bahnhof Lutherstadt Wittenberg-Piesteritz sind die vorhandenen abgängigen Signalanlagen durch ein elektronisches Stellwerk der Bauform ESTW L 90 der Firma Thales zu ersetzen. Ferner wird der Werkbahnhof Stickstoffwerke Piesteritz von einem elektronischen Stellwerk der Bauform ESTW SICAS S7 der Firma SIEMENS gestellt. An Fahrstraßen, die die Fahrten in und aus dem Werksbahnhof sichern, sind stets beide ESTW beteiligt. Die Abhängigkeiten zwischen diesen werden über eine Fahrstraßenanpassung realisiert. Diese wurde als Sonderlösung in Form einer Relaisschnittstelle realisiert, welche gutachterlich zu bewerten war.

    Im Rahmen der Erstellung eines Prüfberichtes wurden Hinweise zur Mängelbeseitigung gegeben.
    Bei den daraufhin durchgeführten Testfahrten wurde ein den anerkannten Regeln der Technik entsprechendes Verhalten von Stellwerks- und Zugbeeinflussungsanlagen beobachtet.
    Abschließend wurde ein unabhängiges Gutachten durch Prof. Dr.-Ing. Jochen Trinckauf erstellt und ausgeliefert.

     

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  • In Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Bahnsicherungstechnik veranstaltet die Professur Verkehrssicherungstechnik an der TU Dresden die 23. Fachtagung am 28. und 29.09.2017. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

    Schienenbahnen fahren nicht nur seit über 100 Jahren elektromobil, sondern können es auch schon seit Jahrzehnten automatisch – Errungenschaften, die bei anderen Verkehrsträgern heute als revolutionär gefeiert werden. Nicht nur die Zugbeeinflussung, auch die Fahrwegsicherung einschließlich der Leittechnik haben einen großen Anteil an der Automatisierung. Der erste Schritt dazu war selbsttätiger Block, der zunächst von Stadtschnellbahnen wegen ihres dichten Taktes eingesetzt wurde. Viele Entwicklungen folgten, die bis heute der Automatisierung des Bahnbetriebs dienen.

    Aktuelle Entwicklungen der IT- und Mobilfunkbranche eröffnen ganz neue Möglichkeiten: Jeder Weiche ihre eigene IP-Adresse! Und die nächste Stufe der Automatisierung bei der Eisenbahn steht unmittelbar bevor: Das automatische Fahren ohne Fahrzeugführer scheint längst nicht mehr so fern zu liegen, wie noch vor 10 Jahren gedacht.

    Aktuelle Hinweise zum Programm finden Sie auf der Seite der Professur für Verkehrssicherungstechnik.

    Die organisatorische Abwicklung erfolgt über das CERSS Kompetenzzentrum Bahnsicherungstechnik. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter https://cerss.com/events/automatisierung/.

     

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  • Masterstudiengang Bahnsystem­ingenieurwesen in Hanoi eröffnet

    Die Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ ist bereits seit vielen Jahren mit der University of Transport and Communication (UTC) in Hanoi, Vietnam durch einen Kooperationsvertrag verbunden. So wurde bereits im Jahr 2011 Frau Dr.-Ing. Nguyen Thi Hoai An nach einem fünfjährigen Aufenthalt an der Professur für Verkehrssicherungstechnik und mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden an der Fakultät Verkehrswissenschaften promoviert.

    Mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurde an der UTC Hanoi ein englischsprachiger Masterstudiengang Railway System Engineering eingerichtet, für den sich im ersten Jahrgang 25 Studenten eingeschrieben haben. Das Curriculum beruht auf dem an der Fakultät Verkehrswissenschaften bestehenden Studiengang Bahnsystemingenieurwesen und wurde an der Professur für Verkehrssicherungstechnik für internationale Bedürfnisse angepasst. Zur Eröffnung des Studiengangs fand am 22.03.2017 in Hanoi ein feierlicher akademischer Akt statt. Der Rektor der UTC Hanoi, Prof. Nguyen Ngoc Long hob die Bedeutung der Internationalisierung für seine Bildungseinrichtung sowie die Bedeutung kommerzieller Studienangebote hervor. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Herr Prof. Dr.-Ing. Jochen Trinckauf mit der Verdienstmedaille für Bildung ausgezeichnet, die vom vietnamesischen Ministerium für Bildung und Weiterbildung verliehen wird. In seiner Dankensrede hob Prof. Trinckauf die Bedeutung der Bildung im allgemeinen und auf dem Gebiet der Bahnsysteme im besonderen hervor. Gerade die im Bau befindlichen Stadtbahnsysteme in Hanoi und in Ho Chi Minh benötigen zu deren Betrieb und Instandhaltung qualifiziertes Ingenieurpersonal. Gleichzeitig dankte er allen Mitarbeitern sowohl auf deutscher als auch auf vietnamesischer Seite, die zum Gelingen des Studiengangs beigetragen haben.

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  • Bahnsteigtüren in São Paulo

    Gutachten für die Inbetriebnahme von Bahnsteigtüren in São Paulo

    Im Rahmen der Verlängerung der Metro Linie 5 in São Paulo durch die Companhia do Metropolitano de São Paulo wurde eine Modernisierung der Stationen forciert. Bei der Station Adolfo Pinheiro erfolgte dabei eine Nachrüstung mit Bahnsteigtüren. Diese verhindern, dass Fahrgäste am Bahnsteig unbeabsichtigt in den Gleisbereich geraten können. Für die Interaktion zwischen Fahrzeug und Bahnsteigtür gibt es funktionale Sicherheitsanforderungen.

    Der Systemlieferant der Bahnsteigtüren wurde durch uns im Prozess des Sicherheitsnachweises nach den Europäischen Normen für RAMS (EN 50126-1) aktiv begleitet und beraten.

    Nach Abschluss der begleitenden Verifizierungsarbeiten wurde abschließend das unabhängige Gutachten durch Prof. Dr.-Ing. Jochen Trinckauf erstellt und ausgeliefert.

    Weiterhin wurde in diesem Projekt ein eigenständiges System zur Positionserkennung der Fahrzeuge durch den Lieferanten entwickelt, welches ebenfalls im Sicherheitsnachweisprozess begleitet und unterstützt wurde. Hier erfolgte ebenfalls eine erfolgreiche Begutachtung des gesamten Entwicklungsprozesses durch den unabhängigen Experten.

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  • Anwendungsbereich CENELEC Normen
    Anwendungsbereich CENELEC Normen

    Artikel zur Systemzertifizierung erschienen

    Unsere Mitarbeiterin Frau Dipl.-Ing. Jenny Oelsner hat in der Ausgabe 1/2017 der Fachzeitschrift „Der Eisenbahningenieur“ einen Artikel zur Zertifizierung von Systemen veröffentlicht.

    Bei veränderten und neuen sicherheitsrelevanten Systemen im Bahnbereich ist die Anwendung der CENELEC-Normen verpflichtend. Dies gilt speziell für Komponenten der Sicherungstechnik, wobei der Nachweis einer normenkonformen Entwicklung in einem Zertifizierunsprozess nach DIN EN 50126-1 erbracht werden muss. Der Artikel greift die Besonderheiten und Fallstricke der SIL-Zertifizierung auf und erläutert das Vorgehen bei projektspezifischer und generischer Systemzertifizierung.

    Der Artikel entstand aus der Erfahrung mehrerer Zertifizierungsprojekte des Kompetenzzentrums Bahnsicherungstechnik. Zu unseren Kompetenzen im Bereich Zertifizierung gehören unter anderem die Erstellung benötigter Lebenszyklusdokumente und die phasenbegleitende unabhängige Verifikation nach DIN EN 50126-1.

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  • Übergabe Abschlußbericht

    Forschungsprojekt „Entwicklungsprojekt LKW-Verkehr auf neuen Schienen“ (ELANS) abgeschlossen

    Das CERSS Kompetenzzentrum Bahnsicherungstechnik untersuchte als Verbundpartner im „Entwicklungsprojekt LKW-Verkehr auf neuen Schienen“ (ELANS) die innovative Systemlösung eines vom bestehenden Eisenbahnnetz getrennten Bahnsystems.

    Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung des Instituts für angewandte Logistik (IAL) wurden die Ergebnisse in mehreren Vorträgen vorgestellt. Aus dem Abschlußbericht, welcher feierlich überreicht wurde, geht hervor, daß das neue Bahnsystem technisch und wirtschaftlich machbar ist.

    Das IAL hat eine Pressemitteilung zu dieser Veranstaltung herausgegeben.

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