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Unfallfolgengutachten Hosena abgeschlossen

Am 26.07.2012 ereignete sich in Hosena ein Bahnbetriebsunfall, beim dem zwei Güterzüge zusammenstießen und das mechanische Stellwerk W 3 vollkommen zerstört wurde. In einem unabhängigen wissenschaftlichen Gutachten erfolgte die Bewertung der Aufwendungen für die eisenbahnsicherungstechnischen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit. Dabei wurden der LST-Zustand vor dem Unfall, die verschiedenen Bauzustände und die Planungsunterlagen für das zukünftige ESTW analysiert.
Infolge der totalen Zerstörung des Stellwerkes war ein Neuaufbau erforderlich. Das zerstörte mechanisches Stellwerk, Bauart Zimmermann & Buchloh, Baujahr 1908 wird heute nicht mehr hergestellt und entspräche auch nicht mehr dem Stand der Technik. Durch die totale Zerstörung ging der Bestandsschutz verloren. Eine Typzulassung für ein Stellwerk Bauart Zimmermann & Buchloh wäre heute kaum möglich.
Die einzige typzugelassene und für eine Hauptbahn geeignete Stellwerksbauart ist das ESTW.
Beim Ansatz für die Berechnung der Schadenbeseitigungskosten wurde auf dem Wege der Plausibilitätsprüfung festgestellt, inwieweit die ausgeführten Maßnahmen zur Schadenbeseitigung erforderlich waren.